A Cappella gilt als die hohe Schule der Chormusik, die in den letzten Jahren wieder eine Renaissance erfahren hat. Intonatorische Präzision, gestalterische Raffinesse und klangliche Vielfalt sind die Voraussetzungen, um die Chorwerke ohne instrumentale Begleitung – denn das meint a cappella – eindrucksvoll aufzuführen.
voces cantantes widmen sich dieser besonderen Kunstform seit rund 25 Jahren und haben unter der Leitung von Alexander J. Süß nicht nur in Mainz dafür hervorragende Kritiken erhalten.

Im diesjährigen A cappella Programm des renommierten Vokalensembles stehen neben Werken von Mendelssohn Bartholdy und Hindemith Kompositionen von Luigi Cherubini und Hugo Wolf im Mittelpunkt. Cherubinis „Credo a 8 voci“ wird nicht selten ein Werk von gewaltigen Ausmaßen genannt. Erste Teile wurden wohl schon in den 1780-er Jahren komponiert, als Cherubini noch Student war, doch erst 1806 widmete er sich der Vollendung des Werkes in Paris. Längst war er als Opernkomponist berühmt geworden, doch seine Liebe zu dem Kompositionsstil der alten Meister war geblieben – ihren schönsten Ausdruck findet diese Liebe in der schon fast monumental zu nennenden Schlussfuge im „Credo“, mit der das „et vitam venturi“ vertont wird. Lassen Sie sich dieses selten aufgeführte Werk nicht entgehen.

Hugo Wolfs „Sechs geistliche Lieder“ nach Gedichten von Joseph von Eichendorff zählen zu den frühen Werken des Komponisten, gelten aber als „bedeutendste Chorkompositionen der musikalischen Spätromantik“. Wolfs musikalische Sprache lässt spätere sinfonische Klangwelten erahnen, ist gleichzeitig aber auch voller Ausdruckskraft in musikalischen, den Text ausgestaltenden Details.

Wir freuen uns sehr darauf, Sie zu diesem Konzert der voces cantantes unter der Leitung von Alexander J. Süß begrüßen zu können.

A Cappella Konzert der voces cantantes

Leitung: Alexander J. Süß


Sonntag, 15. September 2019, 18.00 Uhr
St. Stephan (Chagall), Mainz